Nach einem Unwetter fielen unzählige junge Vögel aus ihren Nestern. Ein kleiner Junge nahm behutsam Vogel für Vogel und brachte sie zurück in ihre Nester.
Ein Mann ging zu dem Jungen und sagte :„Was du machst, ist sinnlos. Du kannst nie alle retten. Was du tust, ändert nicht das Geringste!“
Der Junge überlegte kurz, ging zum nächsten Vogel und brachte ihn zurück in sein Nest. Dabei sagte er:
„Für ihn ändert es alles!“
(angelehnt an: Porter, Patrick: Entdeckte dein Gehirn, Junfermann, 1997)
In Zimbabwe waren in den 2000er-Jahren zeitweise über 20% der Kinder Waisen, vor allem aufgrund der starken Verbreitung von HIV/AIDS. Laut der Volkszählung von 2022 liegt der Anteil heute bei etwa 7,7%. Hauptursachen sind weiterhin Krankheiten wie HIV/AIDS, ein schwaches Gesundheitssystem und Todesfälle von Müttern bei der Geburt. Zusätzlich tragen Armut, körperliche und geistige Beeinträchtigungen sowie unbehandelte psychische Erkrankungen dazu bei, dass Eltern ihre Kinder zurücklassen oder diese von der Sozialbehörde zugewiesen werden.
2007 richtete Annamarie Seelhofer, die Frau von Christian Seelhofer, der zu dieser Zeit als Arzt in Silveira arbeitete, ein Zimmer ein und stellte zwei Frauen an, die sich um drei Waisenkinder kümmerten, welche im Spital Essensreste vom Boden assen. Daraufhin wurde mit Schweizer Spendengeldern ein kleines Kinderhaus gebaut. Seit 2018 steht nun das neue Kinderhaus «Little Birds», in dem etwa 20 Kinder Zugang zu Nahrung, Gesundheit und Bildung haben und Schutz, Wärme und Geborgenheit erfahren.
Neben dem Kinderhaus gehört das «Outreachprogramm» zum Projekt. Dabei werden etwa 20 Kinder in Pflegefamilien regelmässig besucht und mit Essenspaketen und Schulgeldern versorgt.
Das Projekt wird lokal von einem Team mit rund 14 Mitarbeitenden geführt. In der Schweiz steht der Verein «Freunde von Silveira» sowie regelmässige Spender hinter dem Projekt. Die Arbeit der Vereinsmitglieder ist ehrenamtlich.